bio picture2Geboren 1963 in Deutschland, bin ich1982 als Au-Pair-Mädchen nach Marseille, Frankreich gegangen, um dann in Grenoble mein Sprachstudium zu absolvieren.Kurz danach heiratete ich einen Franzosen, mit dem ich 3 Jahre an der Elfenbeinküste verbracht habe, wo ich als Übersetzerin und Deutschlehrein in Yamoussoukro arbeitete.Während dieser Zeit entwickelte sich auch mein grosses Interesse für afrikanische Kunst und die Vorliebe für warme Farben und Erdtöne. Dort begann auch meine Laufbahn als Künstlerin mit ersten Aquarellen.
1988 Rückkehr aus Afrika, um die nächsten 8 Jahre in Paris zu verbringen. Dort vergrösserte sich unsere Familie um 4 gesunde Kinder und ich intensivierte die Ölmalerei, die bis heute mein liebstes Steckenpferd bleibt. Nach 8 Jahren Parisleben zog es die ganze Familie auf's Land und seit 1995 leben wir in einer von uns restaurierten und später vergrösserten Schäferei samt 3 Ponys und allerlei Getier in einem mittelalterlichen Städtchen in Südostfrankreich.Gleichzeitig entstand hier auch meine ausgeprägte Leidenschaft für den gesamten Themenbereich "Natur" und es mangelt nie an Inspirationen! Inzwischen gebe ich selbst Malkurse und unterrichte in Kindergärten und Gymnasien, um mit Kindern und Jugendlichen Kunstprojekte und Fresken zu erstellen.

Die künstlerische Ader habe ich von meiner beiderseits musisch veranlagten Familie ( Musik, Schneiderei, Töpferei, Gärtnerei) und da war der Weg natürlich nicht weit, selbst recht früh die Pinsel zu schwingen.
Die Malerei bietet den mir vitalen Lebensraum und die kreative Freiheit zur persönlichen Entfaltung, auch zur Findung meinerselbst, zur Analyse meiner Gefühle und zur Umsetzung Letzterer auf die Leinwand. Emotionen, die mir oft dem Verliebtsein und der Fortpflanzung nahe scheinen , werden frei wenn ein Bild entsteht, wie eine Geburt; heftig aber schön!
Ende der 90-er Jahre habe ich die Pinsel gegen den Spachtel eingetauscht und diesem genialen Utensil bleibe ich seitdem treu. Das Spachteln ermöglicht ein grosszügiges Auftragen der Farben und spiegelt die 3. Dimension des Gemäldes, nämlich die des Malers wider.Das Spachteln ermöglicht mir weiterhin ein energisches aber trotzdem geschmeidiges Arbeiten im rigorös zeitgenössischen Stil. Die Geste zeugt von meiner Lebensfreude, meiner Sensibilität und der Grossherzigkeit mit der ich meinem fast nicht zu bändigenden Freiheitsdrang Ausdruck verleihe. Natur pur, so könnte man hauptsächlich den Themenbereich meiner Werke umreissen; meine Fetischblume ist zweifellos die Mohnblume, die mit ihrem kräftigen Rot meiner Leidenschaft am Nächsten kommt." La vie en rouge" oder das Leben durch eine rote Brille betrachten erscheint mir angenehmer als Trübsalblasen. Falls Traurigkeit einmal Einzug halten sollte, male ich mir schnell etwas Schönes und puste sie hinweg.

Den Zuschauer, der mir oft bei meiner Arbeit über die Schulter schauen darf, da ich häufig draussen male, lade ich dazu ein, meine Emotionen zu teilen und den Blick in die gleiche Richtung zu lenken, um delikate Details immer wieder neu zu entdecken.
Und dann ist da dieser magische Moment, an dem die 3 Primärfarben in den bunten Reigen eintreten um einen " pas de deux" zu tanzen. Auf einer Note hält man vielleicht inne und kann dem Vergänglichen einen Hauch von Ewigkeit verschaffen.Der Kleinigkeit ziehe ich ein Festkleid über und fordere sie zum Tanze auf. Eindrücke eines Spaziergangs halte ich dauerhaft auf meiner Leinwand fest, für die Momente, wo ich nur hinzusehen brauch, um sie mir wieder in Erinnerung zu rufen. wie ein Hafen des Friedens.
Es kann aber auch vorkommen, dass das Leinen meine Wut oder Rebellion über sich ergehen lassen muss! Dann wird die Leinwand zum Schlachtfeld meiner Gefühle und der Rahmen gibt mir den nötigen Halt, wenn's überläuft. Malerei als heilsame Therapie und Ventil. Meistens sind es aber Glücksmomente, die die Farbexplosionen hervorrufen, ja sie rühren buchstäblich daher!
Oft fehlt mir leider die Zeit , um in noch grösserem Masse zu Kreieren, aber ich nehme sie mir einfach